Harvard-Ökonom zu Europa: „Die Deutschen müssen in jedem Fall zahlen“

Harvard-Professor Niall Ferguson sieht vor allem Angela Merkel als Problem für Europa: Es sei manchmal in der Geschichte so, dass alles an einer Person hänge - in diesem Fall dem psychologischen Zustand einer Frau aus Deutschland.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Niall Ferguson, Professor für Wirtschafts- und Fnanzgeschichte an der Harvard Universität, erwartet eine politische Union in Europa. Bei einer Investorenkonferenz sagte Ferguson, im Grunde sei Angela Merkel die einzige, die die Union noch verhindere: „Angela Merkel leugnet die Probleme der Währungsunion. Die einzige Frage, die man sich im Hinblick auf die Problem in Europa stellen muss, ist jene nach der psychologischen Konstitution einer deutschen Frau – das meine ich ernst! Manchmal reduziert sich die Geschichte auf eine einzige Person.“

Ferguson sieht den Weg zu einer Union mit einigen Angst-Momenten gepflastert. Vergangene Woche hatte er bereits gesagt, Europa brauche einen „Lehman-Moment“, um sich zu ändern. Vor allem für Deutschland gäbe es im Grunde nur unangenehme Alternativen. Der Harvard-Professor erwartet eine Serie von Bank Runs in Europa, und am Ende sind die Deutschen dran: „Die Deutschen werden in jedem Fall zahlen. Sie zahlen, wenn der Euro zerfällt, und sie zahlen, wenn er zusammenbleibt. Am Ende werden sie zusammenzucken, und Europa wird nicht auseinanderfallen, aber es wird gefährlich nahe an den Rand der Auflösung geraten.“

Weil die Folgen des Zerbrechens der Währungsunion so gravierend wären, erwartet Ferguson eine Entwicklung in Richtung eines europäischen Bundesstaats. Es werde mit einer Versicherung der Spareinlagen für Griechenland und Spanien beginnen, danach komme die Rekapitalisierung der Banken und am Ende Euro-Bonds.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick