Lagarde erhöht Druck auf Merkel und warnt vor „akutem Stress“

Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, fordert von der Euro-Zone Sofortmaßnahmen. Die EZB müsse wieder Staatsanleihen kaufen, die Banken müssten aus den Rettungsfonds gerettet werden, um den Zerfall des Euro zu verhindern.

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Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), fordert ein sofortiges Handeln der EU in der aktuellen Krise. Ohne Angela Merkel beim Namen zu nennen, sagte Lagarde beim Treffen der Finanzminister in Luxemburg, langfristige Pläne für eine echte Finanzunion seien zu wenig. Es brauche nun kurzfristige Maßnahmen: Die Europäische Zentralbank (EZB) müsse umgehend mit dem Kauf von Staatsanleihen beginnen. Die Banken müssten direkt aus Mitteln der Rettungsfonds gerettet werden.

Lagarde fordert entschlossene Schritte, um zu verhindern, dass die Währungsunion auseinanderbreche. Die Märkte hätten das Vertrauen in Europa verloren, nur eine rasche und vollständige Wirtschaftsunion könne die Lage verbessern. Er herrschten „akuter Stress“ und „zusätzliche Spannungen“. Der nächste EU-Gipfel müsse mehr bringen als nur langfristige politische Pläne. Denn im Moment werde die „Lebensfähigkeit der Europäischen Währungsunion in Frage gestellt“.

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