EU-Kreise: Zypern braucht bis zu 10 Milliarden Euro

Bei dem Antrag auf finanzielle Unterstützung durch die EU nannte die zypriotische Regierung noch keine Details. Das Land könnte jedoch höchstwahrscheinlich bis zu zehn Milliarden Euro benötigen, heißt es aus EU-Kreisen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Es war schon seit einigen Wochen bekannt, dass Zypern möglicher Weise unter den Rettungsschirm schlüpfen muss, doch nachdem die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des Landes am Montagmorgen gesenkt hatte, beantragte die Regierung des Landes nun Abend offiziell ein Bailout (mehr hier). Über den Umfang des benötigten Rettungspaketes machte man am Montag jedoch noch keine Angaben. Bisher hatte das Land nur darauf hingewiesen, dass bis 30. Juni es eine Kapitallücke von 1,8 Milliarden Euro der Cyprus Popular Bank schließen müsste.

Doch Zypern wird voraussichtlich deutlich mehr als diese 1,8 Milliarden Euro benötigen. „Die exakte Summe ist bis jetzt noch nicht festgelegt worden“, sagte ein Beamter der Eurozone am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Es könnte 6 Milliarden für die staatlichen Finanzen und 2 Milliarden Euro für die Banken sein, aber das ist optimistisch“. Viel wahrscheinlicher seien „sieben und drei, also bis zu 10 Milliarden Euro insgesamt“, fügte der Beamte hinzu. Ein weiterer Beamter bestätigte die Summe.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***