Berlusconi: Deutschland soll den Euro verlassen

Der frühere italienische Premier kann es nicht lassen. Er überlegt Wirtschaftsminister zu werden, wenn seine Partei an einer neuen Regierung beteiligt wird und wirft Mario Monti „Unentschlossenheit“ vor. Ein Einlenken der EZB will Silvo Berlusconi aber in jedem Falle, notfalls solle Deutschland den Euro verlassen, wenn es sonst nicht anders durchzusetzen ist.

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In der vergangenen Zeit hat Silvio Berlusconi immer wieder nach vorgezogenen Neuwahlen gerufen und dem italienischen Premier Mario Monti sogar mit einer Absage der Arbeitsmarktsreform gedroht. Nun wird er noch deutlicher. Er warf Mario Monti „Unentschlossenheit“ vor und kündigte den Abgeordneten seiner Partei an: „Ich bin bereit, Wirtschaftsminister zu werden“. Er könne sich vorstellen, unter dem derzeitigen Parteichef Angelino Alfano in eine Regierung einzutreten. Derzeit wäre seine Partei den Umfragen zufolge aber lediglich drittstärkste Kraft im Land.

Silvio Berlusconi: „Ich bin bereit, Wirtschaftsminister zu werden“.

Silvio Berlusconi: „Ich bin bereit, Wirtschaftsminister zu werden“.

Bei aller Kritik an Mario Monti ist Silvo Berlusconi jedoch auch der Ansicht, dass die EZB Anleihen Kaufen sollte, um die Zinssätze des Landes zu drücken. „Wenn wir eine größere Intervention der EZb ausschließen, werden wir nicht sehen, welche Maßnahmen maßgebend sein könnten, um die gesamte Eurozone zu retten“, sagte er. „Mit Blick darauf haben wir bereits gesagt, es würde nicht schlecht sein, wenn Deutschland den Euro verlässt, vor allem, wenn man bedenkt, dass Deutschland das einzige Land ist, das sich gegen die EZB als Retter der Not auflehnt“.

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