Druckmittel für Lockerung der Sparmaßnahmen: Rezession in Griechenland verschärft sich

Die griechische Wirtschaft wird im dritten Quartal voraussichtlich um mehr als 9 Prozent schrumpfen, wie eine neue Schätzung zeigt. Die Rezession wird sich demnach deutlich verschärfen. Die Regierung will dies nutzen, um neue Verhandlungen über die Sparmaßnahmen voranzutreiben.

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Die ersten Wochen der neuen Regierung in Griechenland sind gezeichnet von schlechten Nachrichten. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Antonis Samaras und dem neuen griechischen Finanzminister, trat der griechische Finanzminister überraschend zurück. Eine Neubewertung der aktuellen Lage Griechenlands durch die Troika muss verschoben werden und der erste Antritt des neuen Premiers beim EU-Gipfel ist aufgrund seiner Augenoperation auch vom Tisch.

Nun hat das Zentrum für Planung und Wirtschaftsforschung (KEPE) am Dienstag eine neue, düstere Prognose für das Wachstum der griechischen Wirtschaft abgegeben. Demnach wird die Wirtschaft im dritten Quartal um 9,14 Prozent schrumpfen und die Rezession im Land vertiefen. Darüber hinaus soll das Wirtschaftwachstum im Jahr 2012 insgesamt um 6,7 Prozent zurückgehen. Im aktuellen Haushaltsplan Griechenlands für 2012 wurde lediglich mit einer Kontraktion von 4,7 Prozent gerechnet – die offiziellen Gläubiger erwarteten allerdings bereits einen Rückgang des Wachstums um 6 Prozent in diesem Jahr.

Die neue Regierung in Griechenland erwägt nun, die neueste Schätzung zur Rezession in Griechenland als Druckmittel zu nutzen. Mit Verweis auf die Probleme der Wirtschaft und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Haushaltsplans hoffen sie, eine Lockerung der Sparmaßnahmen zu erzielen, teilten ungenannte Quellen der Zeitung Kathimerini mit.

Allerdings könnten die neuesten Zahlen auch dazu führen, dass die internationalen Gläubiger die griechische Regierung dazu veranlassen, noch schärfere Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzpolitischen Ziele für 2012 einzuhalten.

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