Unruhe bei europäischen Banken: Übernachteinlagen bei EZB stiegen rasant

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind die Übernachteinlagen bei der EZB extrem von rund drei Milliarden Euro auf mehr als 5 Milliarden Euro gestiegen. Der höchste Stand seit der Unsicherheit über den griechischen Schuldenschnitt am März.

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Die Situation des europäischen Bankensystems wird wieder dramatischer. Die Banken denken nicht daran, sich untereinander Kredite zu geben. Stattdessen parken die Geldinstitute wieder ihr Geld bei der EZB. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind die Übernachteinlagen bei der EZB wieder rapide angestiegen: Von zuletzt rund drei Milliarden auf 5,21 Milliarden Euro. Zuletzt erreichten die Einlagen einen solchen Stand im März dieses Jahres, als die Unsicherheit der Banken über den griechischen Schuldenschnitt sehr hoch war.

Während beispielsweise deutsche Banken einen sehr hohen Zulauf an Geld haben, sind etliche Banken, wie beispielsweise die spanischen und zypriotischen nicht mehr in der Lage, sich Geld am Interbankenmarkt zu besorgen. Hinzu kommt, dass die zypriotischen Banken beispielsweise seit der Bailout-Anfrage des Landes bei der EZB keine Staatsanleihen Zyperns mehr als Sicherheiten für Kredite hinterlegen können.

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