China: Einkaufsmanager-Index weiter rückläufig

Das Markit-Institut und die HSBC haben errechnet, dass die chinesische Wirtschaft weiter schrumpfen wird. Im Juni ist der Einkaufsmanger-Index auf 48,2 Punkte gesunken. Die Nachfrage aus Europa ist so stark zurückgeganen, wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

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Der Einkaufsmanager-Index Chinas ist weiter gesunken. Im vergangenen Monat ist er auf 48,2 Punkte gefallen. Im Mai hatte er noch 48,4 Punkte erreicht. Wie die Untersuchung von HSBC und Markit zeigt, ist die Nachfrage aus Europa und den USA am stärksten seit der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 gefallen.

„Es ist deutlich der Exportrückgang aufgrund der Schwäche von Europa und den USA, der die chinesische Wirtschaft weiter belastet“, sagte ein Ökonom der Bank of America dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Die Zahlen, welche China offiziell über den Einkaufsmanager-Index veröffentlicht, zeigen zwar die selbe Entwicklung, sind aber noch deutlich optimistischer angesetzt als die Berechnungen von HSBC und Markit. Die chinesische Führung setzt den Einkaufsmanager-Index im Juni bei 50,2 Punkten an. Im Mai erreichte er der Statistikbehörde zufolge 50,4 Punkte. Internationale Unternehmen und Ökonomen werfen China auch bei anderen Wirtschaftsdaten vor, Zahlen zu fälschen (mehr hier).

Der Unterschied ist insofern interessant, als dass der Einkaufsmanger-Index ab einem Wert von 50 Punkten mit einem weiteren Wirtschaftswachstum rechnet. Beobachter der chinesischen Wirtschaft gehen davon aus, dass weitere Anreizprogramme nötig sein werden, um den Rückgang der Nachfrage ausgleichen zu können.

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