Cameron will Grenzen dicht machen, falls Griechen aus Euro austreten

Der britische Premierminister David Cameron will eine drohende Einwanderungsflut aus Griechenland verhindern. Er lässt prüfen, wie die vertragliche Regelung des freien Personenverkehrs in der EU umgangen werden könnten.

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Der britische Premier David Cameron fürchtet einen Ansturm griechischer Immigranten auf England, sollte Griechenland aus der Eurozone austreten. Würden die Griechen den Euro tatsächlich aufgeben, könnte dies den Zusammenbruch der Wirtschaft auslösen, begründet Cameron seine Sorge. Dies würde  unweigerlich zu einer Flucht von Hundertausenden Griechen führen, die gemäß den aktuellen EU Verträgen berechtigt sind, in jedes Land der EU zu reisen. Daher seien strengere Grenzkontrollen notwendig, um die Sicherheit und die Wirtschaft Großbritanniens zu schützen.

Cameron teilte Mitgliedern des britischen Parlaments mit, dass gesetzliche Möglichkeiten bereits geprüft werden, den Griechen bei einem Euro Austritt ihr Recht auf Reisefreiheit innerhalb der EU zu entziehen. Innenministerin Theresa May bestätigte im Juni, dass die Regierung Ausweichpläne geprüft hat. Allerdings musste auch sie feststellen, dass es im Moment keine zunehmenden Flüchtlingsströme nach England gibt.

Nun aber gehen die Briten davon aus, dass die verheerende wirtschaftliche Lage in Griechenland und die unabsehbaren Folgen eines Euro-Austritts die Lage grundsätzlich verändern werde, weshalb die Regierung vorbeugende Maßnahmen für angebracht hält.

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