Irland: Erste Auktion nach Bailout enttäuscht

Irland ist heute mit Staatsanleihen auf den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Für seine dreimonatigen Anleihen musste es verhältnismäßig hohe Zinsen bieten.

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Irland hat heute das erste Mal seit es den Rettungsschirm EFSF in Anspruch genommen hat, wieder Staatsanleihen ausgegeben. Die Zinsen für Anleihen mit einer Laufzeit von nur drei Monaten lagen bei 1,8 Prozent. Im Vergleich dazu musste Spanien in der vergangenen Woche 2,4 Prozent Zinsen für dreimonatige Anleihen bieten (mehr hier).

Insgesamt nahm Irland 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt auf. Die Neuverschuldung im vergangenen Jahr betrug 13 Prozent. Ökonomen rechnen damit, dass die Wirtschaft in diesem Jahr stagnieren wird. Die Nachfrage im Inland geht weiter zurück.

Die Auktion wird zwar offiziell als kleiner Erfolg gewertet, doch mit den aktuellen Zinsen wird sich Irland dauerhaft nicht nachhaltig finanzieren können. Zumal Irland heftige Einsparungen vornehmen musste, um das noch beschränkte Vertrauen der Investoren wiederzuerlangen.

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