Industrieproduktion leicht erholt, Bunderegierung dennoch skeptisch

Die deutsche Industrie bremst die Talfahrt in der Produktion. Der Auftragseingang fällt besser aus als für die Euro-Zone. Wirklichen Anlass zum Jubeln sieht indess keiner.

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Die deutsche Industrie-Produktion stellte sich im Mai etwas besser dar als noch im April. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, stieg die Produktion im Mai um 1,6 Prozent im Vergleich zum April. Zuvor war die Produktion im Monatsvegleich um 2,1 Prozent zurückgegangen – womit klar wird: Die Tendent ist nach nach oben, sondern nur weniger schnell nach unten.

Hier kann auch die Tatsache, dass der Aufgangs-Eingang leicht um 0,6 Prozent anstieg, nur ein schwacher Trost sein. Die Bundesregierung gibt sich daher betont zurückhaltend, was die Prognosen anlangt – auch, weil die Daten des Einkaufsmanager-Index in Europa ein eher düsteres Bild zeichnen (hier). Andreas Scheuerle, Analyst bei der Dekabank, sagte dem Nachrichtendienst Bloomberg, dass die deutsche Industrie zwar ganz gut laufe, aber die Vorboten einer Verschlechterung in den kommenden Monaten unübersehbar seien. Euro-Krise und schleppende Weltwirtschaft dürften sich schon sehr bald noch deutlicher auf die Lage der deutschen Industrie auswirken. Noch profitiert Deutschland jedoch von einer stabilen Lage in der Verarbeitenden Industrie, im Baubereich sowie bei Konsum- und Investitionsgütern. All diese Werte verzeichneten im Mai Zuwächse.

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