Monti: „Italien befindet sich in einem brutalen Krieg“

Italiens Premier Mario Monti fürchtet um die Souveränität Italiens. Er will gegen Vorurteile aus dem Ausland kämpfen und zeigt sogar Verständnis für seinen Vorgänger Silvio Berlusconi.

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Aktuell: Monti verliert den Kampf: Moody’s stuft Italien herab

Italien gegen den Rest der Welt: Der italienische Premier Mario Monti kritisiert die Märkte und seine Kritiker im Ausland.  Bei einer Banken-Konferenz in Rom sprach er davon, dass sich Italien „in einem brutalen Krieg“ befände. Mittlerweile habe sich der Kampf des Landes über die italienischen Küsten hinaus ausgeweitet. Italien müsse gegen die ausländischen Vorurteile kämpfen. Man zweifle an der Fähigkeit Italiens, die hohe Verschuldung anzugehen und langfristige strukturelle Veränderung durchzuführen.

Mario Monti zeigt EZB-Chef Draghi, von welchen Seiten Italien umzingelt wird (Foto: EU-Consilium)

Mario Monti zeigt EZB-Chef Draghi, von welchen Seiten Italien umzingelt wird (Foto: EU-Consilium)

Mit Blick auf Silvio Berlusconis Kandidatur als Spitzenkandidat der Pdl (hier) rief Mario Monti noch einmal die Umstände ins Gedächtnis, die dazu führten, dass Berlusconi als Premierminister zurücktrat. „Mein Vorgänger Berlusconi erfuhr äußerst unangenehmen Druck, der, wie ich mir vorstellen kann, nah an einer Demütigung war“, so Mario Monti. Italien riskiere auch jetzt, „einen guten Teil seiner Souveränität aufzugeben“.

Der Gouverneur der Bank von Italien, Ignazio Visco, stützte Mario Montis Kritik. Der Unterschied zwischen den Bedingungen unter denen sich Deutschland und Italien refinanzieren können ist, dass Italien im Vergleich zu Deutschland „weitaus mehr bezahlt, als wie es von den Grundlagen unserer Wirtschaft her gerechtfertigt wäre“. Insofern müssten die EU-Behörden eine „bessere Verwendung“ des Rettungsfonds vorantreiben, so dass die Fremdkapitalkosten im „Einklang mit den Rahmenbedingungen der verschiedenen Volkswirtschaften sind.“

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