Libor-Affäre: Deutsche Bank will Kronzeuge werden

Sowohl bei der EU-Kommission als auch in der Schweiz soll die Deutsche Bank eine Kronzeugenregelung beantragt und auch erlangt haben. So will sie die möglichen Strafzahlungen reduzieren. Ein Schuldeingeständnis sei dies jedoch nicht.

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In der Libor-Affäre drohen der Deutschen Bank Kosten in Höhe von mehr als einer Milliarden Euro (hier). Neben Barclays und 19 anderen Finanzinstituten wird der Deutschen Bank vorgeworfen, sich an den Zinsmanipulationen beteiligt zu haben. Um den hohen Strafzahlungen zu entgehen, hat die Deutsche Bank Reuters zufolge bei der EU-Kommission und in der Schweiz beantragt, als Kronzeuge aufzutreten.

Bereits 2011 soll die Deutsche Bank den Antrag gestellt haben. Eine Genehmigung soll mittlerweile erteilt worden sein, so Quellen. Ein Eingeständnis der Schuld sei dies jedoch nicht. „Als Ergebnis, könnte die Bank dadurch eine mildere Strafe erlangen, wenn eine Strafe verhängt werden sollte“, sagte eine der ungenannten Quellen. Die Deutsche Bank selbst wollte sich bisher nicht dazu äußern.

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