Krisenstimmung: Europäischer Automarkt schrumpft deutlich

Im Juni kam es auf dem europäischen Automarkt erneut zu sinkenden Neuzulassungen. Besonders die südeuropäischen Länder verbuchten Absatzrückgänge. Insgesamt gingen die Neuzulassungen im ersten Halbjahr gegenüber Vorjahreszeitraum dem um 6,8 Prozent zurück.

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Seit Oktober vergangenen Jahres sanken die Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt stetig, die Branche leidet unter der Schuldenkrise und bekommt die Unsicherheit der Konsumenten zu spüren. Die Pkw-Neuzulassungen gingen im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent auf rund 1,2 Millionen Fahrzeuge zurück, so der Branchenverband ACEA. Während in Deutschland (+2,9%) und Großbritannien (+3,5%) noch ein Plus erreicht wurde, verzeichneten vor allem die südeuropäischen Länder um Spanien (-12,1%) und Italien (-24,4%) einen deutlichen Rückgang. Der französische Automarkt blieb mit einem Rückgang von 0,6 Prozent relativ stabil.

Seit zehn Monaten nimmt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt ab (Grafik: ACEA)

Seit zehn Monaten nimmt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt ab (Grafik: ACEA)

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr in den EU-Ländern 6,64 Millionen Fahrzeuge neu angemeldet, 6,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2011. Das größte Absatzproblem hatte Opel in den ersten sechs Monaten zu verzeichnen. Bei dem angeschlagenen Autoproduzenten ging der Absatz um 15 Prozent auf 457.630 Pkws zurück. Beim französischen Problemkind Peugeot gingen die Neuzulassungen um 13,9 Prozent auf 808.660 Autos zurück (dennoch für Hollande kein Grund für die massiven Kündigungen – hier).

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