Sinkende Zinsen für Anleihen: Banken bewahren Spanien kurzfristig vor Absturz

Bei der Emission von kurzfristigen Anleihen erreichte die spanische Regierung niedrigere Renditen. Die Nachfrage war sehr hoch. Vor allem heimische Banken haben bei der Senkung der Refinanzierungskosten geholfen.

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Die Verflechtungen zwischen dem nationalen Bankensektor und Spanien selbst sind sehr groß. Seit Monaten investieren die spanischen Banken in Staatsanleihen des eigenen Landes. Ein Großteil der EZB-Tender wurde dafür verwendet, wohingegen die ausländischen Investoren sich eher zurückziehen. Bei der heutigen Auktion von Anleihen im Wert von 3,56 Milliarden Euro haben die spanischen Banken der Regierung erneut unter die Arme gegriffen.

Für die kurzfristigen Anleihen mit einer Laufzeit von 18 Monaten wurde am Dienstag eine Rendite von 4,242 Prozent fällig. Bei der letzten Auktion dieser Art standen die Zinssätze bei 5,107 Prozent. Bei den 12-monatigen Bonds gingen die Zinssätze von 5,074 Prozent auf 3,918 Prozent zurück. Die Nachfrage bei beiden Auktionen war sehr hoch.

Nichtsdestorotz sind die Zinssätze für diese Anleihen sehr hoch. Kurzfristige Bonds werden gemeinhin als relativ sicher eingestuft und erzielen günstigere Renditen. „Das Ergebnis passt mehr oder weniger in das Muster früherer spanischen Auktionen“, sagt Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. „Ausreichende Nachfrage von heimischen Banken aber nur zu Zinsen, die für kurzfristige Papiere außergewöhnlich hoch sind.“

Die Reaktion des spanischen Wirtschaftsministers, Luis de Guindos, viel entsprechend kurz aus: „Die Nachfrage war groß, die Zinssätze niedrig. Das zeigte, dass Spanien einen Zugang zum Markt hat, was gute Nachrichten sind.“

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