Wegen Konjunktureinbruch: Ausländische Investitionen in China sinken rapide

Im Juni sind die ausländischen Direktinvestitionen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,9 Prozent zurückgegangen. Lockerungen bezüglich neuer Investitionen zeigen noch keine Wirkung. Die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft und die steigenden Arbeitskosten lassen Investoren nach anderen Ländern suchen.

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Bis zu Beginn des Jahres konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zahlreiche ausländische Investoren anziehen. Zweistelliges Wirtschaftswachstum und billige Arbeitskräfte waren verlockend. Doch die Investoren ziehen sich zurück. Im Juni sind die ausländischen Direktinvestitionen um 9,6 Prozent auf nur mehr 12 Milliarden Dollar gesunken, wie das chinesische Handelsministerium am Dienstag mitteilte. In den ersten sechs Monaten des Jahres sind die direkten ausländischen Investitionen insgesamt um 3 Prozent auf 59,1 Milliarden Dollar.

„Das Tempo der weltweiten wirtschaftlichen Erholung blieb langsam und viele Unsicherheiten bestehen weiterhin“, erklärte der Sprecher des Ministeriums Shen Danyang. Doch die Ursachen sind nicht allein in der Schuldenkrise zu suchen. Seit Monaten nimmt das chinesische Wirtschaftswachstum ab. Im ersten Halbjahr sank das Wachstum auf 7,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Viele Investoren fürchten einen weiteren Rückgang des Wachstums, China wird nicht mehr als grenzenloses Boomland betrachtet. Hinzu kommen die gestiegenen Produktionskosten und die strengen Regeln für Investitionen ausländischer Firmen. Unter diesen Umständen haben etliche Investoren bereits damit begonnen sich in Südamerika oder anderweitig im asiatischen Raum umzuschauen. Die ersten Lockerungen bei den Quellensteuern und dem höheren Grenzwert bei den Investitionen, die die chinesische Regierung in den vergangenen Monaten forciert haben, zeigen bisher keine Wirkung.

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