Großbritannien: Bank of England beschließt die nächste Geldschwemme

Nach der ersten Geldschwemme Anfang Juli hat sich die Bank of England nun entschlossen, weitere 50 Milliarden Pfund in den Markt zu schwemmen. Die Bank verweist auf die hohen Risiken durch die Schuldenkrise. Dank der Olympischen Spiele kann das Land zumindest gesunkene Arbeitslosenzahlen vorweisen.

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Mit 7 zu 2 Stimmen entschied die Bank of England (BoE) am Mittwoch, den Markt mit weiteren 50 Milliarden Pfund zu schwemmen. Erst Anfang Juli wurden 325 Milliarden Pfund zugesagt. Problematisch ist derzeit der Rückgang der vergebenen Kredite. Die Banken horten ihr Cash, statt es in die Privatwirtschaft weiterzugeben. Die Geldinstitute hatten bereits angedeutet, dass auch die erste Geldschwemme die Kreditvergabe nicht verbessern wird. Mit den weiteren 50 Milliarden Pfund hofft die BoE nun, die Kreditvergabe anzukurbeln, um die Wirtschaft zu unterstützen. Die Auswirkungen der Geldschwemme seien „potentiell bedeutend, aber schwer zu kalibrieren“, teilte die Bank mit. Auch eine Zinssenkung stellte die BoE in Aussicht.

Besonders große Sorgen macht der BoE die Entwicklung im Euroland: „Ungeachtet der ersten positiven Reaktion des Marktes auf die politischen Entwicklungen im Euro-Währungsgebiet bestehen nach wie vor sehr erhebliche Risiken“. Dies könnte, „erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur im Vereinigten Königreich und die Stabilität des globalen Bankensystems haben“.

Indes konnte jedoch das nationale Statistikbüro positive Zahlen verlautbaren. Im Mai fiel die Arbeitslosigkeit auf ein Neun-Monats-Tief: von 8,2 Prozent im April auf 8,1 Prozent. Hier wird jedoch hauptsächlich die Austragung der Olympischen Spiele zum Tragen kommen. Zudem seien viele Menschen sind in Teilzeitanstellungen gegangen oder haben sich selbstständig gemacht. Nach dem Ende der Olympischen Spiele müssen die Zahlen die positive Entwicklung des britischen Arbeitsmarktes aber erst bestätigen. „Die große Frage ist, ob der Arbeitsmarkt angesichts der weiterhin schwächelnden Wirtschaft robust bleiben kann“, sagte Howard Archer, Volkswirt bei IHS Global Insight in London.

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