Crash-Gefahr in Spanien: Zehnjährige Staatsanleihen über 7 Prozent

Nach der schlechten Auktion von spanischen Staatsanleihen sind die durchschnittlichen Zinssätze für zehnjährige, spanische Papiere wieder über die 7-Prozent-Marke gestiegen. Damit bewegt sich Spanien in Richtung ganzheitliches Rettungspaket.

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Spaniens Zugang zu den Finanzmärkten wird immer gefährdeter. Bei einer heutigen Auktion musste das Land stark gestiegene Refinanzierungskosten in Kauf nehmen (mehr hier). Angesichts dieses Ergebnisses und auch mit Blick auf die wirtschaftliche Lage sowie auf die Abstimmung des Deutschen Bundestags über das Banken-Bailout für Spanien haben nun auch die Renditen für zehnjährige Papiere zugelegt. Sie stiegen mit 7,022 Prozent über die rote Linie. Seit einigen Tagen kletterten die Zinssätze für diese Papiere Schritt für Schritt in Richtung 7-Prozent-Marke – die kurze Verschnaufpause nach den Beschlüssen vom EU-Gipfel ist beendet.

Die hohen Renditen für spanische Papiere sind für den Staat auf Dauer nicht finanzierbar. Verliert Spanien den Zugang zu den Finanzmärkten, könnte aus dem Banken-Bailout ganz schnell ein wirklich umfassendes Rettungspaket werden. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen für spanische Anleihen sind in den vergangenen Tagen ebenfalls gestiegen.

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