Libor-Affäre: Das Geschacher der Banken geht weiter

Mehrere Großbanken, die ins Visier der Ermittler geraten sind, bemühen sich nun einen Gruppen-Vergleich mit den Regulierungsbehörden auszuhandeln. So wollen sie verhindern, einzeln an den Pranger gestellt zu werden. Das könnte helfen, schnell Gras über die Sache wachsen zu lassen.

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Die Libor-Affäre nimmt immer interessantere Züge an. Nachdem die Deutsche Bank als Kronzeuge (hier) auftreten will – ohne Schuldeingeständnis versteht sich – versucht sich nun eine Gruppe von Banken, gegen die ermittelt wird, heimlich und vor allem nicht öffentlich aus der Affäre zu ziehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus ungenannten Quellen erfahren hat, wollen mehrere Banken einen Gruppen-Vergleich mit den Regulierungsbehörden erreichen.

Diese Gruppe von Banken, von denen nicht bekannt ist, welche Geldhäuser zu ihnen gehören, wollen nicht wie Barclays allein bestraft werden (und Barclays hatte schon Strafminderung – hier). Sie wollen vermeiden, wie Barclays von der Öffentlichkeit und den Politikern angefeindet zu werden, berichtet Reuters. Ob sich die Regulierungsbehörden auf den Vorschlag einlassen, sei noch unklar.

Für die Banken hätte es den Vorteil, dass sie nicht als ganz bestimmtes Geldinstitut im Blickfeld der Medien stehen – das trägt dazu bei, dass auch diese Geschichte bezüglich der einzelnen beteiligten Bank schnell wieder in Vergessenheit gerät.

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