Alarmierende Werte: Spaniens Zinsen auf neuem Rekordhoch

Spaniens Zugang zum Finanzmarkt wird immer schwieriger: Am Dienstag erreichten die Zinssätze für zehnjährige Anleihen ein erneutes Rekordhoch und auch die Kreditausfallversicherungen für spanischen Bonds haben einen noch nie da gewesenen Wert erreicht.

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Trotz politischer Sommerpause – die Märkte und die Schuldenkrise kennen keine Sommerpause. Die Lage in Spanien wird immer bedrohlicher. Nachdem bereits am Montag die Renditen und Kreditausfallversicherungen CDS in die Höhe geschossen sind, erreichen sie am Dienstag bereits einen neuen Rekordwert. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen für spanischen 5-Jahres-Anleihen stiegen um 16 Basispunkte auf 640. Damit kostet es nun 640.000 Euro pro Jahr, um fünfjährige, spanische Anleihen im Wert von 10 Millionen Euro zu versichern.

Gavan Nolan von Markit zufolge liegen die Kosten für spanische CDS sogar 65 Basispunkte über den Kosten für Kreditausfallversicherungen für Irland. Nur, dass Irland bereits unter ein vollständiges Rettungspaket geschlüpft ist.

Ein ähnliches Szenario zeigte sich heute abermals am Anleihenmarkt. Die durchschnittliche Rendite für zehnjährige, spanische Anleihen erreichte heute zwischenzeitlich den Rekordwert von 7,62500 Prozent. Der Zugang zum Finanzmarkt wird für Spanien immer schwieriger. Regierungsquellen zufolge erwägt das Land nun tatsächlich ein volles Bailout-Programm und benötigt einen Notkredit (hier).

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