Druck auf spanische Regierung steigt: Auch Katalonien braucht Geld von Madrid

Katalonien ist das dritte Land, das nach staatlichen Hilfen fragen wird. 3,5 Milliarden Euro braucht die Region. Murcia und Valencia haben sich bereits angemeldet. Die finanziellen Mittel der spanischen Regierung sind allerdings begrenzt.

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Katalonien kapituliert vor seinem Schuldenberg: Wirtschaftsminister Andreu Mas-Colell, hier im Parlament, hat keine Lösung mehr. (Foto: El Pais)

Katalonien kapituliert vor seinem Schuldenberg: Wirtschaftsminister Andreu Mas-Colell, hier im Parlament, hat keine Lösung mehr. (Foto: El Pais)

Die Zahl der um finanzielle, staatliche Hilfe suchenden Regionen in Spanien steigt stetig. Nach Murcia und Valencia sagte nun auch der Finanzminister Kataloniens, Andreu Mas-Colell, der BBC, dass die Region nach Unterstützung fragen werde. „Die aktuelle Situation ist die: Katalonien hat keine andere Bank als die Regierung von Spanien. So ist das Leben – jeder kennt die Situation an den Märkten“, fügte Andreu Mas-Colell hinzu.

In diesem Jahr müssen die 17 autonomen Regionen rund 36 Milliarden Euro ihrer Verbindlichkeiten refinanzieren und etwa 15 Milliarden Euro einsparen bzw. zusätzlich einnehmen, um ihre Haushaltslöcher zu stopfen. Allein Katalonien wird voraussichtlich um 3,5 Milliarden Euro bitten. Der Druck auf die spanische Regierung ist aufgrund der katastrophalen Lage der Regionen (hier) und der kaum mehr tragbaren Refinanzierungskosten mittlerweile so groß, dass die Regierung erwägt, ein volles Rettungspaket, vor allem aber einen Notkredit, zu beantragen (28 Milliarden Euro müssen kurzfristig beschafft werden – mehr hier).

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