Spanien im Schussfeld: Zinsen für kurzfristige Bonds klettern weiter nach oben

Die schlechten Nachrichten von Montag, die einen Bailout für ganz Spanien immer wahrscheinlicher machen, verfehlten ihre Wirkung bei der heutigen Auktion spanischer, kurzfristiger Anleihen nicht. Die Rendite stieg deutlich.

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Es war sicher nicht der günstigste Moment für Spanien am heutigen Tag neue Schulden am Anleihenmarkt aufzunehmen. Gestern prasselten die schlechten Nachrichten über Spaniens aktuelle Lage nur so ein und die durchschnittliche Rendite für zehnjährige Anleihen legte enorm zu. Aber auch die Senkung des Ausblicks Deutschlands auf negativ machte deutlich, wie weit entfernt die Eurozone von einer Lösung der Schuldenkrise ist.

Entsprechend fiel die heutige Auktion von kurzfristigen Anleihen im Wert von 3,02 Milliarden Euro aus. Die Zinssätze für dreimonatige Bonds stiegen von 2,362 auf 2,533 Prozent und für sechsmonatige Anleihen von 3,237 auf 3,691 Prozent. Im Vergleich zu der durchschnittlichen Rendite für zehnjährige spanische Anleihen mag dies als äußerst gering erscheinen. Aber gerade die kurzfristigen Bonds sind beliebt, weil sie aufgrund ihrer geringen Laufzeit als relativ sicher gelten. Immerhin zahlt Spanien, um seine Schulden für weitere sechs Monate zu refinanzieren, derzeit mehr als die Slowakei und die Tschechien bei ihren zehnjährigen Anleihen.

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