Krisenangst: Deutsches Geschäftsklima auf niedrigstem Stand seit mehr als zwei Jahren

Der Geschäftsklima-Index der größten Volkswirtschaft der Eurozone ist im Juli auf den tiefsten Stand seit 28 Monaten gerutscht. „Die Eurokrise belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland“, so das Ifo-Institut. Auch die aktuelle Geschäftslage werde nach einem Anstieg im Juni nun wieder zurückhaltender betrachtet.

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Die deutsche Wirtschaft kann sich von der Schuldenkrise nicht mehr abkapseln. Im Juli sind die Aufträge der deutschen Industrie und im Dienstleistungssektor so stark zurückgegangen wie zuletzt vor drei Jahren (hier). Und auch die Erwartungen der deutschen Wirtschaft haben sich eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel den dritten Monat in Folge von 105,2 Punkten auf 103,3 Zähler und erreichte damit seinen schlechtesten Wert seit 28 Monaten. Ähnlich eingetrübt sind auch die Erwartungen für die kommenden Monate. Hier sank der Index von 97,2 Punkten auf 95,6 Punkte. „Die Eurokrise belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland.“

Die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland erwartet wenig von den kommenden Monaten und geht von einer Verschlechterung der Schuldenkrise aus. (Grafik: Ifo-Institut)

Die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland erwartet wenig von den kommenden Monaten und geht von einer Verschlechterung der Schuldenkrise aus. (Grafik: Ifo-Institut)

Sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Großhandel und Bauhauptgewerbe sind die Geschäftserwartungen in den vergangen Monaten gesunken. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe werden die Kapazitäten zudem deutlich weniger ausgelastet. Hier hat sich „das Geschäftsklima stark eingetrübt“, so das Ifo-Institut. Insbesondere die aktuelle Geschäftslage werde erheblich ungünstiger eingeschätzt als im Vormonat. Lediglich im Einzelhandel sieht es freundlicher aus. Hier ist das Geschäftsklima erneut gestiegen und die Erwartungen fallen positiver als in den anderen Bereichen aus.

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