Angst vor Euro-Austritt: Griechen räumen ihre Konten wieder

Im Juni sind die privaten Einlagen bei griechischen und portugiesischen Banken wieder rasant gefallen. Allein in Griechenland sanken diese Einlagen um 5 Prozent. Die Angst vor einem Euro-Austritt hält weiter an.

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Die Unsicherheit der Griechen ist enorm. Bereits vor den Wahlen haben die Griechen massiv Gelder von ihren Konten abgezogen, um sie in sichere Häfen zu bringen oder notfalls zu Hause zu lagern. Im Juni hat sich der Trend fortgesetzt, wie die neuesten Daten der EZB zeigen. Die Angst vor einem Euro-Austritt angesichts der starken Zustimmung für die radikale Linke Syriza war zu spüren.

Um weitere 5 Prozent auf mittlerweile nur mehr 156 Milliarden Euro sind die privaten Einlagen bei den griechischen Banken gesunken. Es ist davon auszugehen, dass auch im Juli viele Privatpersonen und Unternehmen ihre Einlagen reduziert haben werden. Der Ausgangspunkt der neuen griechischen Regierung für eine Verhandlung mit der Troika über das Bailout-Programm ist äußerst schlecht (hier) – ein Austritt aus der gemeinsamen Währung alles andere als abgewendet (die Citigroup schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 90 Prozent – mehr hier).

Aber nicht nur in Griechenland sind die Einlagen gesunken, auch im Portugal kam es zu einer Kapitalflucht. Hier fielen die privaten Einlagen der Bürger und Unternehmen um 3,5 Prozent, so die EZB.

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