Citigroup: Griechenland-Austritt ab Januar 2013 so gut wie sicher

Analysten der Citigroup schätzen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland in den kommenden 12 bis 18 Monaten aus dem Euro austritt mittlerweile bei 90 Prozent liegt. Für sehr wahrscheinlich halten sie sogar schon den 1. Januar 2013. Bis Ende des Jahres rechnet die Bank auch mit einem italienischen Antrag für ein Rettungspaket.

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Griechenland hat derzeit keine guten Karten und der Bericht, den die Troika im September/ Oktober vorlegen will, wird kein gutes Licht auf die Fortschritte des Landes werfen (hier). Analysten der Citigroup sehen das ähnlich und rechnen mit einem baldigen Austritt Griechenlands aus dem Euro. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Land aus der gemeinsamen Währung innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate ausscheide, liege bei mittlerweile 90 Prozent.

Die Citigroup nimmt sogar an, dass dies bereits ab 1. Januar 2013 der Fall sein könnte, weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass sie damit kein ganz präzises Datum vorhersagen will. In jedem Falle werde Griechenlands Wirtschaft tiefer in die Rezession rutschen und auch die Gefahr einer Ansteckung innerhalb der Eurozone sei noch nicht gebannt, so die Bank.

Die Grundlage für die Erwartungen bezüglich Griechenlands sei die „anhaltende wirtschaftliche Schwäche und die Spannungen auf den Finanzmärkten in der Peripherieländern“, heißt es in der Notiz der Citigroup. Diese werden den Euroraum als Ganzes in diesem und im nächsten Jahr erneut in einer Rezession stürzen. Zudem hält es die Bank für „ziemlich Wahrscheinlich“, dass Italien und Spanien bis Ende 2012 eine Form von Rettungspaket in Anspruch nehmen werde.

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