Der Draghi-Effekt: Zinsen für kurzfristige, italienische Bonds fallen

Die Äußerungen des EZB-Chefs, alles für die Unterstützung des Euros unternehmen zu wollen, lässt die Rendite für sechsmonatige, italienische Anleihen heute deutlich sinken. Ein größerer Test wartet aber Ende Juli, wenn langfristige Anleihen emittiert werden.

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Bei einer Investment-Konferenz in London versicherte Maria Draghi in seiner gewohnt nüchternen Art, dass die EZB alles unternehmen werde, um den Euro zu stützen (hier). Die Reaktion der Märkte folgte prompt. Die durchschnittlichen Renditen für spanische und italienische Anleihen sanken und der Euro konnte ein paar Punkte zulegen. Nun warten die Investoren darauf, wann die EZB ihr Anleihenkaufprogramm wieder beginnen wird und ob möglicher Weise noch ein weiterer Tender folgt.

Insofern konnte das italienische Finanzministerium heute von Draghis Äußerungen profitieren. Bei einer Auktion von sechsmonatigen Anleihen sank die Rendite von 2,957 Prozent auf 2,452 Prozent. Anleihen im Wert von 8,5 Milliarden Euro veräußerte Italien. Bei der Auktion spielte allerdings auch die Laufzeit der Anleihen eine Rolle. Bonds mit einer kurzen Laufzeit verkaufen sich deutlich besser, weil sie als weniger risikoreich eingeschätzt werden. Insofern wird die wirklich spannende Auktion am 30 Juli zeigen, wie die Investoren Italiens Situation tatsächlich einschätzen. Dann nämlich wird das italienische Finanzministerium Anleihen mit einer Laufzeit von 5 und 10 Jahren anbieten.

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