Eurozone: Einzelhandel bricht wegen Arbeitslosigkeit und schwindender Kaufkraft ein

In Frankreich hat der Einzelhandel einen der schlimmsten Monate seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich. Die Gewinne sind rekordverdächtig stark eingebrochen, immer mehr Angestellte werden gekündigt. In der gesamten Eurozone ist der Umsatz das neunte mal in Folge gefallen.

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Frankreich gerät immer tiefer in die Krise. Nun wirken sich die wirtschaftlichen Probleme verstärkt auf die Konsumenten und Händler aus. Sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich setzte der Einzelhandel im Juli deutlich weniger um. Obwohl die Händler mit niedrigen Preisen auf die schwindende Kaufkraft der Franzosen reagierten, konnten sie das ohnehin niedrige Umsatzlevel nicht halten. Der Gewinn ist im Juli so stark gefallen wie noch nie seit die Daten erhoben werden.

Die Zahl der Menschen, die im Einzelhandel beschäftigt sind, ging so stark zurück wie zuletzt im August 2009 nach Ausbruch der Finanzkrise.

Dabei dürfte der Tiefpunkt noch nicht erreicht sein: Die Händler erwarten eine weitere Verschärfung der Krise und zeigen sich so pessimistisch wie schon seit vier Jahren nicht mehr. Dem Markit-Institut zufolge sind die hohe Arbeitslosigkeit, die hohen Treibstoffpreise und die damit sinkende Kaufkraft für die schlechte Entwicklung verantwortlich.

Frankreich ist allerdings nur ein Beispiel für die Entwicklung des Handels in der Eurozone. Die Händler in der Währungsunion rechnen mit einem deutlichen Rückgang des Konsums. Im Juli ist der Umsatz das neunte Mal in folge gefallen. Der Handels-PMI des Markit-Instituts erreichte ein Zwei-Monats-Tief und steht aktuell bei 46,4 Punkten. Ab 50 Punkten ist mit einem Wachstum der Branche zu rechnen. Dies wird aktuelle – wenn auch sehr knapp – nur für Deutschland erwartet. Deutschland erreicht einen Wert von 50,3 Punkten.

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