Stellvertretender Finanzminister: „Cash-Reserven Griechenlands sind fast bei null“

Griechenland stehe derzeit am Rande des Abgrunds, so der stellvertretende Finanzminister. Das Geld sei fast aufgebraucht und im August laufen Anleihen im Wert von 3,2 Milliarden Euro aus. Kein Grund für die Regierungsparteien, sich schneller auf die Sparmaßnahmen zu einigen.

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Griechenland steht mal wieder kurz vor dem Bankrott, warnte der stellvertretende Finanzminister, Christos Staikouras, am Dienstag im Fernsehen. „Die Cash-Reserven sind fast bei null“, so Christos Staikouras. Es sei riskant zu sagen, bis wann sie reichen werden, „da dies immer von der Haushaltslage, den Einnahmen und Ausgaben, abhängig ist“, fügte er hinzu. „Aber wir stehen am Rande des Abgrunds, klar“. „Wir haben die Tranche, die wir hätten erhalten sollen, nicht gekriegt“. Und am 20. August sind Rückzahlungen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro fällig.

Die Entscheidung über weitere Zahlungen an Griechenland soll erst im Herbst fallen. Im September will die Troika ihren Tragfähigkeitsbericht vorlegen und die sieht alles andere als gut aus (hier). Die meisten auferlegten Maßnahmen sind noch immer nicht umgesetzt. Zwar versucht der griechische Premier Antonis Samaras mit einem Plan zur weiteren Einsparung von 11, 5 Milliarden Euro, das Vertrauen der internationalen Gläubiger wieder zu erlangen, aber auch dies droht zu scheitern. Die Regierungsparteien wollten sich am Montagabend darauf einigen, aber die Entscheidung ist nun auf Mitte August verschoben worden. Die Troika ist bereits äußerst skeptisch und hatte angekündigt, so lang in Griechenland zu bleiben, bis die Regierung sich auf die neuen Kürzungen geeinigt hat (hier).

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