Wegen möglicher EZB-Intervention: Zinsen für deutsche Bonds steigen, Spaniens Rendite sinkt

Die Investoren rechnen damit, dass die EZB bei ihrer nächsten Ratssitzung eine Intervention beschließen wird, um Spanien und Italien niedrigere Zinsen zu bescheren und den Druck aus der Eurozone zu nehmen. Das macht die deutschen und amerikanischen Anleihen auch angesichts ihres geringen Gewinnwertes für die Anleger uninteressanter. Die Zinssätze steigen deutlich. Papiere von Spanien und Italien werden interessanter – die Rendite sinkt.

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Am Donnerstag findet die nächste EZB-Ratssitzung statt. Nach Draghis Ankündigung von vergangener Woche (hier) rechnen die Investoren stark mit einer Intervention der EZB (mehr hier). Diese Aussicht zeigt zunehmend mehr Auswirkungen auf den Staatsanleihenmarkt. Am Mittwoch, kurz vor der Auktion deutscher Anleihen in Höhe von vier Milliarden Euro, ist die durchschnittliche Rendite wieder gestiegen. Die Zinssätze für zehnjährige Anleihen kletterten auf 1,33 Prozent, die für fünfjährige Bonds um 5,9 Prozentpunkte auf 0,327 Prozent. Auch die zweijährigen Papiere stiegen um 11 Prozentpunkte auf immer noch minus 0,078 Prozent.

Ähnlich ergeht es derzeit auch den amerikanischen Anleihen. Zehnjährige Anleihen erreichten eine Rendite von 1,48 Prozent und kletterten somit einen Basispunkt nach oben. Spanien und Italien konnten sich am heutigen Tag dagegen über sinkende Zinssätze freuen. Die Rendite für zehnjährige, spanische Anleihen liegt derzeit bei 6,679 Prozent und die für italienische bei 5,952 Prozent.

Die Spekulation über mögliche Käufe von Staatsanleihen durch die EZB und den EFSF trägt zu dieser günstigen Entwicklung für spanische und italienische Papiere bei. Sollte die EZB tatsächlich wieder Anleihen kaufen, bedeutet dies für die Investoren mehr Sicherheit. Im Endeffekt wären dann spanische und italienische Papiere sogar lukrativer für Investoren als die deutschen oder amerikanischen Anleihen, bei denen die Investoren zuletzt sogar draufzahlen mussten.

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