Ankündigungen Draghis zu ungenau: Zinsen für Spanien wieder über 7 Prozent

Zwar hat der EZB-Chef potentielle Staatsanleihenkäufe und weitere Maßnahmen angekündigt, aber die Aussagen waren nicht detailliert und zwingend genug. Entsprechend stiegen die Zinssätze für zehnjährige, spanische Anleihen wieder über 7 Prozent. Die Rendite für italienische Bonds steigt ebenfalls.

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Die Erwartungen an Mario Draghi waren groß nach seinen Ankündigungen vergangener Woche. Doch bei der Pressekonferenz zur EZB-Ratssitzung hat er nur mager über eine Intervention der EZB gesprochen: Der EZB-Rat könne sich im Rahmen seiner Aufgaben dazu entschließen, auch direkte Offenmarkgeschäfte, die notwendig sind, durchzuführen, so Draghi. Zudem „kann der Rat auch daran denken, weitere unübliche geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen“ (mehr hier). Doch zunächst müssten die Regierungen mal wieder handeln.

Die Quittung für dieses in Aussicht stellen bestimmter Maßnahmen, die er auch nicht näher konkretisierte, kommt schnell. Die Zinssätze für spanische und italienische Anleihen steigen wieder, nachdem sie zu Beginn des Tages leicht gesunken waren. So liegt etwa die Rendite für zehnjährige, spanische Anleihen wieder oberhalb der 7-Prozent-Marke. Aber auch die Zinssätze fünf- und zweijährigen stiegen wieder. Bei den italienischen Anleihen zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier liegt die Rendite für zehnjährige Papiere mittlerweile wieder bei 6,1660 Prozent und bei den fünfjähren bei 5,36000 Prozent.

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