Eurozone: Enorme Auftragsverluste in der Privatwirtschaft

Die Eurozone befindet sich weiterhin in einer Rezession. Die Privatwirtschaft verzeichnete die höchsten Auftragsverlustes seit drei Jahren. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind äußerst pessimistisch. Sorgen macht vor allem Deutschland. Eine Rezession könnte hier die Situation in der ganzen Eurozone dramatisch verschlimmern.

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Im Juli ist die Privatwirtschaft der Eurozone nahezu gleich stark wie im Juni geschrumpft. Der Markit Eurozone Composite Index veränderte sich nur minimal von 46,4 Zähler auf 46,5 Zähler. Damit liegt er zum zehnten Mal innerhalb der letzten elf Monate unter der Marke von 50 Zählern, die ein Wachstum markiert.

Markit Eurozone Composite Index (PMI) notierte zum zehnten Mal innerhalb der letzten elf Monate unter der neutralen Marke von 50 (Grafik: Markit)

Markit Eurozone Composite Index (PMI) notierte zum zehnten Mal innerhalb der letzten elf Monate unter der neutralen Marke von 50 (Grafik: Markit)

In allen vier großen Marktwirtschaften der Eurozone lag der Index unter der Marke von 50: Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Allerdings wies Deutschland „den stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit über drei Jahren aus“, so das Markit-Institut.

Als Grund für die schlechte Entwicklung in der Privatwirtschaft der Eurozone gibt Markit die „anhaltende Nachfrageflaute“ in der Industrie und im Dienstleistungsbereich an. „Angesichts der höchsten Auftragsverluste seit drei Jahren und des pessimistischsten Ausblicks im Service-Sektor seit Anfang 2009 besteht derzeit auch wenig Hoffnung auf baldige Besserung“, erklärt Chris Williamson, Chefökonom bei Markit. Die „größte Sorge gilt jedoch Deutschland.“ Sollte Deutschland in der Rezession versinken, „würde dies bedeuten, dass sich auch die Schwergewichtsländer kollektiv gegenseitig in den Abwärtsstrudel ziehen können.“

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