Rekord: Drei Millionen Franzosen auf der Suche nach Arbeit

Im Juni suchten drei Millionen Franzosen nach Arbeit. Obwohl diese Zahl noch nicht einmal alle Arbeitslosen umfasst, war sie zuletzt 1999 so hoch. Weitere Kündigungen werden wohl das Versprechen von François Hollande, die Arbeitslosigkeit einzudämmen, unmöglich machen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Zahl der Arbeitssuchenden in Frankreich ist im Juni zum 14. Mal in Folge gestiegen. Im Juni suchten im Vergleich zum Vormonat zusätzliche 24.000 Menschen aktiv nach einer Arbeitsstelle. Damit stieg die Zahl der Arbeitssuchenden nun auf knapp drei Millionen Franzosen. Zuletzt waren in Frankreich im Jahr 1999 so viele Arbeitslose auf Jobsuche. Dies teilte die französische Statistikbehörde mit.

In Frankreich ist die Zahl der Arbeitssuchenden gestiegen. Dabei machen sie nur etwa die Hälfte der Arbeitslosen aus. (Foto: Lulu97417)

In Frankreich ist die Zahl der Arbeitssuchenden gestiegen. Dabei machen sie nur etwa die Hälfte der Arbeitslosen aus. (Foto: Lulu97417)

Die Zahlen sind die aktuellsten Daten über die Beschäftigungssituation in Frankreich. Sie entsprechen nicht den internationalen Standars International Labour Organisation (ILO) und weisen keine Quote im Vergleich zur gesamten Arbeitskraft aus.

Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 10 Prozent. Insgesamt sind an die sechs Millionen Franzosen arbeitslos. Weitere Menschen könnten in den kommenden Monaten ihre Beschäftigung verlieren. Denn unter anderem ist die französische Automobilindustrie stark angeschlagen. Die großen Autobauer haben bereits Jobeinsparungen angekündigt (mehr hier).

Die schlechte Verfassung der Autohersteller trifft auch die Zulieferbetriebe. Insgesamt könnten 500.000 Menschen, die in der Automobilindustrie beschäftigt sind, ihren Arbeitsplatz verlieren (mehr hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick