Staat zahlt keine Gehälter: Griechische Ärzte drohen mit massiven Streiks

Die Ärzte des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen in Griechenland warten noch immer auf ihr Geld für das erste Halbjahr. Die Organisation hat immense Schulden und der Staat plant weitere Kürzungen der Gesundheitsausgaben. Nun drohen die Ärzte, mindestens einen Monat nicht zu arbeiten.

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Der Nationale Träger für Gesundheitsleistungen EOPYY ist stark angeschlagen. EOPYY hat unbeglichene Verpflichtungen gegenüber Ärzten, Apothekern, Pharmakonzernen und privaten Kliniken in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Nun drohen die neuen Kürzungspläne der Regierung die finanzielle Situation des nationalen Trägers weiter zu verschlechtern. Die Troika will die Gesundheitsausgaben um 1,2 Milliarden Euro kürzen, 800 Millionen Euro davon werden auf die EOPYY entfallen.

Der griechische Gesundheitsminister Andreas Lykourentzos muss nun sehen, woher er die verlangten, überfälligen Zahlungen für die EOPYY-Ärzte her nimmt.

Der griechische Gesundheitsminister Andreas Lykourentzos muss nun sehen, woher er die verlangten, überfälligen Zahlungen für die EOPYY-Ärzte her nimmt.

Doch die Schwierigkeiten beim EOPYY können schnell zum nationalen Problem werden. Die Gewerkschaft der Ärzte des EOPYY hat nun das Gesundheitsministerium aufgefordert, bis zum 20. August den Ärzten des EOPYY die geschuldeten Gelder aus dem ersten Halbjahr 2012 zu bezahlen und einen schriftlichen Zeitplan für die Tilgung der Altschulden bei der gesamten Ärzteschaft vorzulegen.

Der EOPYY hat den Ärzten seit März dieses Jahres weder für die Durchführung von medizinischen Leistungen noch für Arztbesuche Geld gezahlt. Das entspricht in etwa 230 Millionen Euro, so Bloomberg. Bezahlt das Gesundheitsministerium die Gelder für die Ärzte des EOPYY nicht, werden die Ärzte ihre Arbeitsverträge bis mindestens zum 2. September aussetzen, so die Gewerkschaft.

Der gesamten Ärzteschaft schuldet die EOPYY nach eigenen Aussagen für 2010 und 2011 noch 570 Millionen Euro. Ganz abgesehen von den Schulden gegenüber den Pharmakonzernen und Apotheken. Die Gewerkschaft der Ärzte geht sogar davon aus, dass die Schulden des EOPYY möglicherweise gar nicht mehr überschaubar sind.

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