Spanien: Industrieproduktion sinkt den 10. Monat in Folge

Die wirtschaftliche Situation Spaniens verschlechtert sich in großen Schritten. Im Juni sank die Industrieproduktion des Landes gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent. Die schwache Inlands- und Auslandsnachfrage weisen keinen Weg aus der Rezession.

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Nach den schlechten Nachrichten von Dienstag aus Italien (hier), zeigt sich in Spanien ein ähnlich beunruhigendes Bild. Wie das spanische Nationale Statistikbüro INE berichtet, ist die Industrieproduktion im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat erneut gesunken: um 6,3 Prozent. Ökonomen hatten mit einem ähnlich hohen Rückgang von 6,2 Prozent gerechnet. Damit sinkt die spanische Industrieproduktion den zehnten Monat in Folge.

So sank etwa die Produktion der Investitionsgüter  um 12,8 Prozent und die der Verbrauchsgüter um 11,9 Prozent. Daran zeigt sich, dass sowohl im Ausland als auch im Inland die Nachfrage so niedrig ist, dass die spanische Wirtschaft ihre Produktion weiter drosselt.

Die hohe Arbeitslosigkeit und die zunehmenden Insolvenzen (hier) tragen dazu bei, dass sich die spanische Wirtschaft auch in den nächsten Monaten nicht erholen kann – zumal die Sparmaßnahmen der Regierung die Situation weiter verschärft. Ganz abgesehen davon, dass auc die meisten anderen Wirtschaften der Eurozone sich in einer Rezession befinden (selbst die deutsche Wirtschaft spürt Gegenwind – hier).

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