Crash-Angst: Investoren fliehen in kurzfristige deutsche Staatsanleihen

Anleger sind bereit immer mehr für deutsche Staatsanleihen zu bezahlen. Bei der jüngsten Auktion von kurzfristigen Anleihen stiegen die Negativzinsen auf den neuen Rekordwert von 0,05 Prozent. Die Investoren wollen sich damit vor einem Ende des Euro in den kommenden Monaten absichern.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Spekulanten nehmen Volkswagen, Fiat und Peugeot ins Visier

Deutschland muss für seine Staatsanleihen so wenig bezahlen, wie noch nie. Die Negativzinsen, die Anleger bereit sind für deutsche Anleihen zu zahlen, sind bei einer Auktion heute weiter gestiegen. Die Bundesbank gab heute Staatsschulden im Wert von 3,7 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von sechs Monaten aus.

Dabei verpflichteten sich die Investoren dazu, 0,05 Prozent an die Bundesbank zu zahlen anstatt wie üblich für ihr Kapital Renditen zu bekommen. Bei der vergangenen Auktion solcher Anleihen lagen die Negativzinsen noch bei 0,034 Prozent.

Die hohen Negativzinsen sind ein Hinweis auf die steigende Angst vor dem Ende des Euro. Die Anleger hoffen, dass ihre deutschen Staatsanleihen gegebenenfalls auch eine neue deutsche Währung umgetauscht würden, sollte die Währungsunion auseinanderbrechen und nationale Währungen zurückkehren.

Dass die Anleger bereit sind, für kurzfristige Anleihen negative Zinsen zu bezahlen, weist darauf hin, dass sie auch mit einem Euroende in den kommenden sechs Monaten rechnen.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick