In Spanien und Italien kollabieren die Märkte für Gewerbe-Immobilien

Im zweiten Quartal wurden in Italien und Spanien so gut wie keine Geschäftsimmobilien mehr verkauft. Internationale Investoren wollen kein Geld mehr an Immobilien in Ländern binden, die bald wieder eine eigen Währung haben könnten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Spekulanten nehmen Volkswagen, Fiat und Peugeot ins Visier

Die Märkte für Geschäftslokale und Büroimmobilien in Italien und Spanien sind zusammengebrochen. Wegen der Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone wurden in den beiden Ländern in den vergangenen drei Monaten kaum Immobiliengeschäfte mehr abgeschlossen. In Spanien wurden wurden zwischen April und Juni gerade einmal drei Immobilienkäufe registriert.

Im Quartal davor waren es noch 58 gewesen. In Italien verkaufte man im zweiten Quartal nur noch zwei Bürogebäude. Im Vorquartal waren es hier 56 Immobilien gewesen. Dies berichtet die FT mit Hinweis auf Real Capital Analytics (RCA).

Demnach sei auch der Wert der gehandelten Immobilien stark gesunken. Im zweiten Quartal wurden in Spanien gerade einmal 67 Millionen Euro für Büros und Geschäftsräume ausgegeben. Im erstn Quartal waren es um 74 Prozent mehr: 260 Millionen Euro.

„Die erhöhte Risikoaversion insbesondere bei grenzüberschreitenden institutionellen Investoren hat zu einem fast vollständigen Zusammenbruch der Zukäufe in Südeuropa geführt“, sagt Joseph Kelly, Chef des Analyseunternehmens RCA.

Der Zusammenbruch des Immobilienmarktes zeigt die Angst der Anleger, in angeschlagenen Eurostaaten Sachanlagen zu besitzen. Zu groß ist inzwischen das Risiko eines Auseinanderbrechens der Gemeinschaftswährung. Dies würde die Immobilien für internationale Investoren stark entwerten.

Auch auf Kapitalmärkten für Staatsanleihen setzt sich die Angst vor einem Euro-Ende fest. Investoren sind bereit, für deutsche Anleihen immer mehr zu bezahlen anstatt eine Rendite kassieren zu können (mehr hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick