New York: Polizei tötet Mann mit 12 Schüssen auf offener Straße

Mitten auf dem New Yorker Times Square wurde am Samstag ein Mann von der Polizei erschossen. Er war festgehalten worden, weil er Marihuana rauchte. Danach fuchtelte er mit einem Küchenmesser herum. Angehörige erheben nun Vorwürfe gegen die Polizei und bezeichnen das Vorgehen als nicht angemessen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Mitten auf dem New Yorker Times Square wurde ein Mann mit einem Messer von der Polizei mit 12 Schüssen erschossen.

Mitten auf dem New Yorker Times Square wurde ein Mann mit einem Messer von der Polizei mit 12 Schüssen erschossen.

In New York ist es am Samstag zu einem schweren Zwischenfall gekommen: Mitten auf dem belebten Times Square haben Polizisten einen Mann mit einem Messer erschossen. 12 Schüsse wurden abgefeuert, 7 trafen den 51-jährigen Darrius Kennedy. Kenneny hatte Marihuana geraucht und war von der Polizei gestellt worden. Kennedy leistete Widerstand, worauf ihm die Polizisten nach Angaben des NYPD Pfefferspray ins Gesicht sprühten. Dies zeigte keine Wirkung, worauf Kennendy mit einem etwa 20 cm langen Küchenmesser zu fuchteln begann. Daraufhin lief er rücklings in Richtung Süden auf der Seventh Avenue. Mehrere Polizisten richteten ihre Waffen auf ihn und forderten ihn auf, sich zu ergeben. Darauf waren Schüsse zu hören. Der Mann sank getroffen zu Boden. Wenig später wurde er in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Die Polizei und Bürgermeister Michael Bloomberg verteidigten den Einsatz als angemessen. Das sehen nicht alle so: Eine Cousine von Kennedy sagte, die Polizei hätte einen Warnschuss abgeben sollen. Ein Kugelhagel von 12 Schüssen sei nicht angemessen gewesen.

Kennedy soll bereits einmal auf eine psychische Erkrankung untersucht worden sein. Der arbeitlose Mann wurde von der Polizei als emontional instabil beschrieben.

Neben Kritik an der Polizei an einem unangemessenen Einsatz wird in den USA nun jedoch auch die grundsätzliche Ausbildung der Polizisten diskutiert. Der Business-Insider schrieb, dass eine gezielte Verletzung unter den gegebenen Umständen jenseits der Fähigkeiten der Polizisten gelegen habe. Dies können nach dem derzeitigen Stand der Ausbildung nur speziell trainierte Scharfschützen. Der Kugelhagel sei dennoch eine höchst fragwürdige Maßnahme gewesen, da durch die Schüsse auch unbeteiligte Passanten hätten getroffen werden können. Denn immerhin seien 5 Schüsse ins Leere gegangen.

Der Times Square war zum Zeitpunkt des Vorfalls sehr belebt. Zahlreiche Passanten machten Video-Aufnahmen von der Schiesserei.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick