Griechenland bittet Merkel um mehr Zeit für Sparmaßnahmen

Der griechische Premier Antonis Samaras wird Angela Merkel bei seinem Berlin-Besuch vorschlagen, die Sparmaßnahmen auf zwei Jahre zu strecken. Die Griechen wollen etwa 20 Milliarden Euro auftreiben, um über die kommenden Monate zu kommen. Über einen Umweg dürfte dies von der EZB finanziert werden.

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Die griechische Regierung hat ein Dokument vorbereitet, in dem die Umsetzung der Sparmaßnahmen auf weitere zwei Jahre gestreckt wird. Die FT berichtet, dass der griechische Premier Antonis Samaras einen entsprechenden Vorschlag in der kommenden Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande unterbreiten möchte. Der Plan sieht vor, dass die mit der Troika vereinbarten Budgetkürzungen langsamer vorgenommen werden dürfen als vereinbart.

Zusätzlich benötigt Griechenland eine Finanzspritze von etwa 20 Milliarden Euro, um die kommenden Monate zu überstehen. Dieses Geld solle durch weitere Anleihen aufgetrieben werden, die Griechenland begibt. Bei einer solche Auktion hat Griechenland am Dienstag kurzfristige sogenannte T-Bills für etwa 4 Milliarden Euro auf den Markt geworfen. Die Griechen brauchen das Geld, um die am 20. August fällig werdenden Staatsanleihen zu bezahlen.

Die griechischen Banken verwenden die Anleihen, um sich bei der EZB Geld zu holen. Die Papiere werden nämlich von der EZB wegen ihrer kurzen Laufzeit als Sicherheiten akzeptiert. Offenbar möchte Samaras dieses Vehikel vermehrt einsetzen, um mit solch kurzfristigen Papieren die Liquidität Griechenlands sicherzustellen.

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