Großbritannien will Ekuador-Botschaft stürmen, um Assange zu verhaften

Ekuador will heute darüber entscheiden, ob es Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl gewährt. Großbritannien hat angekündigt, die Botschaft von Ekuador zu erstürmen, sollte sich Assange dort noch länger verstecken.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Großbritannien hat nun Ekuador davor gewarnt, Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht an die Behörden zu übergeben. Notfalls würde man die Botschaft von Ekuador stürmen, um Assange in Gewahrsam zu nehmen. Der Gründer der Enthüllungsplattform hat seit Mitte Juni in der Botschaft des südamerikanischen Staates Zuflucht gefunden.

Noch heute soll in Ekuador darüber entschieden werden, ob es Assange Asyl gewährt. Assange steht vor der Auslieferung an Schweden. Dort wird wegen sexueller Übergriffe gegen ihn ermittelt. Der Wikilieaks-Gründer befürchtet jedoch, aus politischen Gründen keinen fairen Prozess zu bekommen.

Die Regierung in Quito teilte mit, sie würde eine Erstürmung ihrer Vertretung in London als „feindselige und untragbare Handlung“ werten, welche die Souveränität Ekuadors verletzen würde. „Wir wollen ganz klar sagen, dass wir keine britische Kolonie sind. Die Kolonialzeit ist vorüber“, sagte der Außenminister Ekuadors Ricardo Patino.

„Nach britischem Recht können wir sie eine Woche vor dem Betreten der Räumlichkeiten darüber informieren und die Botschaft würde seinen diplomatischen Schutz verlieren“, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Noch sei der Schritt aber nicht beschlossen. Großbritannien würde sich weiterhin um eine diplomatische Lösung bemühen, hieß es.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick