Libor-Skandal: US-Staatsanwalt ermittelt gegen die Deutsche Bank

Nun ermittelt auch die mächtige New Yorker Staatsanwaltschaft wegen möglicher Zinsmanipulationen gegen die Deutsche Bank. Nach US-Recht könnte es dabei relativ einfach auch zu einer Anklage kommen.

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Im Fall um den manipulierten Libor-Zinssatz ermittelt nun gleich zwei US-Staatsanwaltschaften gegen die Deutsche Bank. Der Generalstaatsanwalt von New York, Eric Schneiderman, und der oberste Staatsanwalt von Conneticut haben außerdem Untersuchungen gegen Citigroup, JPMorgan Chase, Royal Bank of Scotland, Barclays, HSBC und UBS eingeleitet.

Die Vorladungen an die einzelnen Banken dürften bereits Ende vergangenen Monats ausgeschickt worden sein, wie eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlugen der Financial Times mitteilte.

Sie sollen feststellen, wie groß der Schaden ist, den amerikanische Bürger durch die Absprachen zwischen den Banken erlitten haben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat dabei ein besonders mächtiges Werkzeug. Sie kann aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahre 1921, dem Martin Act, leichter verdächtige Vorgänge zur Anklage bringen.

Demnach müsste der Betrug nicht unbedingt vorsätzlich geschehen sein. Es reichen dafür „alle betrügerischen Praktiken im Widerspruch zu den klaren Regeln der allgemeinen Ehrlichkeit“ aus.

Neben den USA wird auch in Großbritannien, Kanada und Japan gegen die Großbanken ermittelt. In Deutschland untersucht die Finanzmarktaufsicht BaFin den Fall (mehr hier).

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