Schweiz: Analysten erwarten Stillstand bei Konjunktur

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für die Schwweiz verbesserten sich im August leicht. DIe Einschätzung der aktuellen Situation hat sich allerdings verschlechtert. Schuld ist nach wie vor die Eurokrise und die schlechte Weltkonjunktur.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Schweizer Wirtschaft erwartet in den kommenden sechs Monaten eine Stagnation der Konjunktur. Der Konjunktur-Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaft (ZEW) und der Credit Suisse (CS) ist im August um 9,2 Punkte gestiegen. Er erreicht nun minus 33,3 Punkte.

Im August rechnen 40 Prozent der befragten Experten damit, dass sich die Konjunktur im nächsten halben Jahr noch verschlechtern wird. Das sind 4,4 Prozent weniger pessimistische Analysten als noch bei der vergangenen Befragung. Mehr als die Hälfte der Befragungsteilnehmer rechnen damit, dass sich die Konjunkturentwicklung nicht verändern wird: 53,3 Prozent glauben, das Wirtschaftswachstum würde im nächsten halben Jahr auf konstantem Level bleiben. Verhältnismässig klein bleibt die Gruppe der Fachleute, die an eine Verbesserung der Konjunktur glauben. Sie konnte zwar das beste Wachstum verzeichnen, kommt aber trotzdem erst auf 6,7 Prozent der Befragten.

Während es beim Ausblick zu einer leichten Verbesserung gekommen ist, schätzen die Ökonomen die aktuelle Lage der Schweizer Wirtschaft deutlich schlechter ein. Der Index für die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage ist um 7,4 Punkte gesunken. Er erreicht damit 11,0 Punkte. Das ist zwar kein besonders hoher Wert, er liegt aber immerhin noch im positiven Bereich.

Die Credit Suisse hat in ihrem Monitor für die Konjunktur in der Schweiz im zweiten Quartal bereits festgestellt, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Schweiz verlangsamen wird: „Der Blick in den konjunkturellen Rückspiegel der Schweiz zeigt einen erstaunlich positiven Wachstumsausweis. Das Wachstumstempo dürfte aber nicht durchzuhalten sein“, schreiben die Analysten der Credit Suisse. Dafür ist nicht nur die Krise in der Eurozone sondern auch die schlechte Verfassung der globalen Wirtschaft.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick