Rösler will alles tun, um die Euro-Zone zu stabilisieren

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler möchte die Euro-Zone auf jeden Fall erhalten. Die EZB solle jedoch keine Staatsanleihen kaufen - jedenfalls nicht bedingungslos.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Philipp Rösler will den Euro retten. (Foto:BMWI)

Philipp Rösler will den Euro retten. (Foto:BMWI)

Der polnische Finanzminister Jacek Rostowski zeigte sich am Freitag beim Besuch von Rösler in Warschau beunruhigt über die Aussichten der Euro-Zone: „Ein Zerbrechen der Eurozone hätte katastrophale Folgen für alle Länder Europas“, sagte er.

Rösler ist sich der Verantwortung bewusst. Wie Reuters berichtet, sagte Rösler: „Wir waren uns einig, dass wir alles dafür tun müssen, die Euro-Zone zu stabilisieren.“

Wie das genau geschehen soll, sagte er indes nicht. Reuters zufolge mahnte er EZB-Präsident Mario Draghi, nicht bedingungslos mit Anleihenkäufen zur Entlastung von Euro-Krisenländern vorzupreschen: „Aufgabe der Europäischen Zentralbank ist die Geldwertstabilität innerhalb der Eurozone.“

Rösler war in den vergangenen Wochen europaweit in die Kritik geraten, weil er in einem TV-Interview gesagt hatte, dass der Austritt Griechenlands für ihn seinen Schrecken verloren habe. In Warschau scheint der Schrecken allerdings zurückgekehrt zu sein.

Zuletzt hatten Finnland (hier) und Österreich (hier) immer deutlicher über einen Zerfall der Euro-Zone spekuliert.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***