Märkte verunsichert: Bundesregierung und EZB dementieren Bond-Kauf ab gewissem Zinssatz

Das Bundesfinanzministerium bestreitet Pläne, dass die EZB Anleihen ab einem bestimmten Zinssatz kaufen wolle, um die Refinanzierungskosten für etwaige Länder zu senken. Und auch die EZB versuchte, die Berichte herunter zu spielen. Damit schickten sie einige wichtige Aktien-Indizes und den Euro erneut in den Keller.

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Zunächst hatte die Nachricht, die EZB plane den Kauf von Staatsanleihen diverser Länder, sobald deren Risikoaufschlag eine bestimmte Schwelle erreicht habe, für eine positive Reaktion am Markt gesorgt. Ziel dieser Käufe sei es, wie bereits beim ersten Anleihenkaufprogramm der EZB, die Zinskosten der Länder zu senken. Doch die an den Märkten positiv aufgenommene Nachricht hielt nicht lang stand.

„Ich kenne solche Pläne nicht, davon habe ich nichts gehört“, sagt der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Kotthaus, in Berlin. Ein solches Instrument wäre rein abstrakt „sehr problembelastet“. Auch die Bundesbank hatte erneut ihren Widerstand gegen den Ankauf von Anleihen bekräftigt. Darüber hinaus meldete sich jedoch auch die EZB zu Wort. „Es ist absolut irreführend, über solche Entscheidungen zu berichten, die noch nicht getroffen wurden und auch, wenn sie individuelle Ansichten wiederspiegeln, die noch nicht im EZB-Rat diskutiert wurden“, teilte die EZB mit.

Der Euro fiel daraufhin im 0,25 Prozent und auch europäische Indizes wie der FTSE Eurotop 100 Index, der MSCI Euro Index und der spanische IBEX 35 Index sanken deutlich. Wenngleich die Stellungnahme der EZB kein klares Nein zu diesem Plan ist. Immerhin verwies die Europäische Zentralbank nur darauf, dass es „irreführend“ sei, darüber zu berichten.

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