Zuspitzung der Gewalt: Syrische Granaten schlagen in Jordanien ein

Es ist nicht das erste Mal, dass es an der syrischen Grenze zu Jordanien zu Zwischenfällen mit der syrischen Armee gekommen ist. Aber die Lage spitzt sich zu. Vier syrische Granaten schlugen am Sonntagabend in Jordanien ein. Mindestens ein Mädchen sei dabei verletzt wurden. Die jordanische Regierung ist empört.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Cloud-Computing: Daten sind nicht vor Zugriff durch Staat geschützt

Tausende syrische Flüchtlinge sind bereits vor den Kämpfen in ihrer Heimat nach Jordanien geflohen und die Zahl der Schutzsuchenden reißt nicht ab. Um Härte zu zeigen nimmt die syrische Armee auch Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten in Kauf. Immer wieder wird auf Flüchtlinge und desertierte Militärführer geschossen. Am Sonntagabend schlugen, wie ein Regierungssprecher in Amman mitteilte, vier syrische Granaten in Jordanien ein. Dabei sei mindestens ein fünfjähriges Mädchen verletzt worden. Das jordanische Außenministerium habe dem syrischen Botschafter deutlich gemacht, dass dies ein „inakzeptabler“ Vorfall sei.

Das ist jedoch nicht der erste Vorfall dieser Art. Vor einigen Tagen feuerte die syrische Armee bereits auf Flüchtlinge, die sich in Jordanien in Sicherheit bringen wollten. Jordanischen Sicherheitskreisen zufolge sollen die syrischen Soldaten das Feuer auf eine Gruppe von rund 500 Flüchtlingen eröffnet haben. Da sich die Flüchtlinge bereits auf jordanischem Gebiet befanden, schossen die Jordanier zurück. Auch an der libanesisch-syrischen Grenze und der Grenze zur Türkei kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen auf Flüchtlinge und Deserteure.

Viele Flüchtlinge versuchen, sich in jordanischen Städten durchzuschlagen. Über 2.600 syrische Flüchtlinge befinden sich jedoch allein in Al Zaatri, dem ersten offiziellen Flüchtlingslager Jordaniens.

Weitere Themen

Studie: Lebensstandard in Deutschland sinkt seit Euro-Einführung
Stronach: „Wir müssen die Arbeiter zu Kapitalisten machen“
Wegen Euro-Krise: Türkei verabschiedet sich vom EU-Beitritt

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick