Bank of Japan: China befindet sich in der „Gefahrenzone“

Die Kombination aus Immobilienblase, demografischem Wandel und steigenden Krediten erhöhe erheblich die Gefahr einer Finanzkrise, warnte ein Gouverneur der Bank of Japan mit Blick auf China. Das Land stehe kurz davor.

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China droht eine Finanzkrise, warnte einer der stellvertretenden Gouverneure der Bank of Japan am Dienstag in einer Konferenz in Sydney, die von der Reserve Bank of Australia und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich veranstaltet wurde. Kiyohiko Nishimura von der Bank of Japan sagte, die Kombination aus einer Immobilienblase, demografischer Veränderung und einem schnellen Wachstum der Kredite erhöhe die erheblich die Möglichkeit einer drohenden Finanzkrise. Und genau in dieser Hinsicht befinde sich China bereits in der „Gefahrenzone“.

Es geben in China deutliche Ähnlichkeiten zwischen der US-Immobilienblase in der 2000er Jahren und der Spekulationsblase bei den Vermögenswerten in Japan in der 1990er Jahren, so der stellvertretende Gouverneur Kiyohiko Nishimura. In beiden Fällen sei es zu einer Finanzkrise gekommen. China habe zwar noch nicht die entsprechende Überalterung erreicht, „ist aber in der Nähe“. Das Wachstum der Kredite und die Immobilienpreise seien jedoch bereits drastisch angestiegen.

Bisweilen, so Kiyohiko Nishimura, säten Politiker beispielsweise auch selbst die Saat der Immobilienblase, weil sie allzu optimistische, wirtschaftliche Erwartungen in der Öffentlichkeit nährten. „Es ist extrem schwierig, Menschen, die glauben (wollen, Anm. d. Red.), dass es „diesmal anders ist“, und überzeugt sind, „sie befinden sich auf dem Weg zum ewigen Wohlstand“, vom Gegenteil zu überzeugen. Zumindest so lang, wie der Weg dieser Menschen „von einige dummen Politikmacher nicht versperrt wird“, fügte er hinzu.

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