Steuern: Schröder und Fischer haben Mittelstand am meisten belastet

Die Steuerreformen der rot-grünen Regierung haben in erster Linie Superreiche entlastet: Der Steuersatz für die 50 reichsten Haushalte ist um 19 Prozent gesunken, die Anpassung der Steuern beim reichsten Prozent der Deutschen hat keine Wirkung mehr.

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In den vergangenen 14 Jahren sind die Steuern für Reiche deutlich gesunken. Die Steuerreformen der rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Koalitionspartner Joschka Fischer haben vor allem die Reichsten entlastet. Dies hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Freien Universität Berlin ergeben, über die das Handelsblatt vorab berichtete.

Der Studie zufolge sind die Steuern bis zum Jahr 1998 bei steigendem Einkommen verhältnismäßig gleichmäßig gewachsen. Haushalte die mindestens eine Million Mark verdienten mussten 37 Prozent Steuern abführen. Wer mehr als 100 Millionen Mark verdiente, musste 48 Prozent Steuern zahlen. Der durchschnittliche Steuerzahler hingegen hatte einen Steuersatz von 12 Prozent.

Mit der Steuerreform unter der rot-grünen Regierung wurden dann die Einkommenssteuer und die Progression gesenkt. Damit wurden reiche Haushalte überproportional stark entlastet. Die Steuerprogression greift beim reichsten Prozent der Bevölkerung nicht mehr: Die reichsten 50 Haushalte müssen nur noch 29 Prozent Steuern zahlen. Den höchsten Steuersatz haben seit dem Menschen mit einem Einkommen zwischen 500.000 und 2,5 Millionen Euro.

Die Studie basiert auf Millionen anonymisierten Steuerdaten. Dies ist nötig, weil allgemeine Steuertabellen lediglich den Zusammenhang zwischen Einkommen, die versteuert werden müssen und dem Steuersatz zeigen. Doch weil über Freibeträge und Sonderausgaben große Beträge von der Steuer abgesetzt werden können, zeigen die allgemeinen Tabellen nicht, wie sich die tatsächliche Besteuerung verändert hat.

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