EU-Kommission will ehemalige Peugeot-Mitarbeiter mit 11,9 Millionen Euro unterstützen

Über den Globalisierungsfonds will die EU-Kommission Frankreich Finanzhilfen zur Verfügung stellen, um die Arbeitssuche für ehemalige Peugeot-Beschäftigte zu unterstützen. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat müssen noch zustimmen.

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Auf Antrag Frankreichs will die Europäische Kommission mittels des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) dem Land 11,9 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Damit soll die Jobsuche von 2089 Arbeitskräften unterstützt werden, die Ende 2009 und im Laufe des Jahres 2010 in Frankreich bei PSA Peugeot Citroën entlassen worden sind“, heißt es in der dazu veröffentlichten Pressemitteilung. Der Antrag Frankreichs stehe allerdings nicht „in Verbindung mit den jüngsten Entwicklungen im Werk in Aulnay, sondern wurde von Frankreich im Rahmen einer früheren Entlassungswelle beim Konzern PSA im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise eingereicht.“ Der Vorschlag der EU-Kommission müsse nun vom EU-Parlament und dem EU-Ministerrat genehmigt werden.

Dieser Vorschlag der Kommission, der nun dem Parlament und dem Ministerrat vorliegt, „soll die Arbeitskräfte dabei unterstützen, ihre Kenntnisse den neuen Anforderungen anzupassen, um schneller wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, oder ihr eigenes Unternehmen zu gründen“, begründet László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration das Vorgehen. „Die Kfz-Produktion in Europa ist stark eingebrochen; viele Arbeitskräfte in der Autobranche sind davon schwer betroffen.“ Insofern wolle er „nochmals betonen, dass die Europäische Kommission auch weiterhin bereit ist, Anträge zu Entlassungen in der Automobilbranche zu prüfen.“

2007 nahm der EGF seine Tätigkeit auf. Bisher sind der EU-Kommission zufolge 101 Anträge über ca. 440,5 Millionen Euro zur Unterstützung von etwa 91.000 Beschäftigten eingegangen. „Ein offenerer Handel weltweit ist insgesamt förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und geringqualifizierte Arbeitskräfte. Deshalb wurde der EGF, „der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern“, so Kommission. Er sei „Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die mit dem plötzlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind.“

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