Credit Suisse: ESM ist zu klein für Rettung von Spanien und Italien

Analysten der Credit Suisse waren davor, dass der ESM derzeit noch nicht seine volle Kapazität erreicht hat und deshalb kein Bailout für Spanien und Italien finanziert werden könne. Die Lage spitzt sich allerdings in beiden Ländern zu.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

EU-Rettungspakete für Spanien und Italien würden die Kapazitäten des ESM um 150 Milliarden Euro sprengen, meinen Analysten der Credit Suisse. Die Finanzierung eines Bailouts für beide Staaten ist demnach vor 2014 so gut wie unmöglich, da erst dann mit 400 Milliarden Euro die volle Kapazität des ESM erreicht wäre.

Derzeit zeigen sich die Regierungen noch zurückhaltend. In der vergangenen Woche wurde allerdings bekannt, dass Spanien mit der EU bereits über einen Bailout verhandele (mehr hier). Im Fall von Italien sieht es nicht besser aus. Die öffentliche Verschuldung ist hoch und die Lage des Bankensektors verschlechtert sich weiter (hier). Mit dem derzeitigen ESM könne höchstens ein Bailout für Spanien über den Zeitraum eines Jahres finanziert werden.

Die Analysten meinen allerdings: „Die Kapazität des ESM ist im Moment von geringerer Bedeutung“. Denn es wäre ihnen zufolge ausreichend, wenn der ESM 50 Prozent der Staatsanleihen kaufen könne und der Markt die andere Hälfte übernehme. Vor allem sei dies möglich, wenn die EZB den Markt unterstütze.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick