Gegen Montis-Sparkurs: Bewaffneter Aufstand von Minenarbeitern

Die harten Sparmaßnahmen in Italien stellen Arbeiter des letzten Bergwerks des Landes vor Existenzängste. Die Regierung entscheidet noch in den kommenden Tagen über die Zukunft ihrer Mine. Aus Protest verbarrikadieren sich knapp hundert Arbeiter seit Sonntag in der Mine in Sardinien mit 350 Kilogramm Sprengstoff.

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Knapp hundert Minenarbeiter haben Angst um ihre Jobs. Aus Protest verbarrikadieren sie sich in ihrer Mine.

Knapp hundert Minenarbeiter haben Angst um ihre Jobs. Aus Protest verbarrikadieren sie sich in ihrer Mine.

Knapp hundert italienische Minenarbeiter haben sich mit 350 Kilogramm Sprengstoff in einer Mine auf Sardinien fast 400 Meter unter der Erdoberfläche verbarrikadiert. Die Arbeiter hatten am Sonntagabend mit ihrer ungewöhnlichen Protesaktion begonnen, um das Regierungstreffen in dieser Woche, das über die Zukunft der Mine entscheiden soll, zu beeinflussen. Der Tageszeitung L’Unione Sarda zufoge beteilige sich auch ein Abgeordneter am Protest.

Mit der Schließung des einzigen Bergwerks Italiens würden die Arbeiter ihre Stellen verlieren. Die harten Sparmaßnahmen der italienischen Regierung treffen die Arbeiter hart (die Selbstmordrate in Italien steigt im Zuge der Krise – mehr hier). Viele der Protestierenden arbeiten schon ihr ganzes Leben unter Tage. Einen neuen Job zu finden, ist für sie aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage des Landes so gut wie unmöglich.

Dabei wollen sie noch nicht einmal, dass weiterhin Kohle abgebaut wird. Von der Regierung verlangen sie, vor einer Schließung Alternativen bereitzustellen. Die Zukunft ihres Unternehmens sehen auch die Arbeiter in Grüner Energie. Dem Sender Sky TG24 TV erklärten sie am Montag, dass sie von der Regierung fordern, Fördermittel für die Speicherung von Kohlendioxid unter Tage bereitzustellen, um die Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren. Auf diese Weise wäre die Zukunft des Unternehmens und die der Arbeiter gesichtert.

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