Merkel will China Staatsanleihen der Südeuropäer schmackhaft machen

Bei ihrem bevorstehenden China-Besuch will Bundeskanzlerin Angela Merkel die Chinesen dazu bringen, Staatsanleihen von Spanien und Italien zu kaufen. Diese werden, wie schon vor einem halben Jahr, dankend ablehnen.

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Es ist ein klassisches dejà vu: Wie vor einem halben Jahr reist Angela Merkel zu Gesprächen nach Peking. Und wie vor einem halben Jahr will die Bundeskanzlerin den Chinesen auch diesmal spanische und italienische Staatsanleihen als besonders attraktiv anbieten. Die hat die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfahren. Merkel will zu diesem Zweck auf die hohen Zinssätze verweisen, die die südeuropäischen Staaten zahlen müssen. Und sie will offenbar den Chinesen die Angst nehmen, dass es in Italien oder Spanien wie in Griechenland zu einem Haircut kommen könnte. Wenn Merkel das wirklich sagt, wäre es eine sehr weitgehende implizite Garantie, dass Deutschland für die Schulden der beiden großen Staaten die Haftung übernimmt.

Allerdings ist zu erwarten, dass die Chinesen nicht anbeissen. Sie haben die Bonds der Südstaaten stets als zu riskant bezeichnet und betont, dass sie nicht die Retter Europas seien. Ungebrochen ist dagegen das Interesse der Chinesen an europäischen Staatsunternehmen, vor allem im Energiesektor.

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