Griechenland: Sparpaket sieht Rentenkürzungen von 4,5 Milliarden Euro vor

Die griechische Regierung will trotz gegenteiliger Ankündigungen nun doch die Renten in erheblichem Maße kürzen, um in diesem Bereich insgesamt 4,5 Milliarden Euro einsparen zu können. Bis zum Troika-Besuch in der kommenden Woche soll das Sparpaket ausgehandelt sein, kündigte Finanzminister Yannis Stournaras an.

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Das griechische Parlament will am Donnerstag zu einem Ergebnis bei den Verhandlungen über das für die kommenden zwei Jahre geplante Sparpaket kommen. Wie befürchtet treffen die Sparmaßnahmen vor allem die Bürger und das härter als gedacht. Ein maßgeblicher Teil der Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro soll über Rentenkürzungen gehen.

Trotz gegenteiliger Ankündigungen werden demnach alle Renten über 800 Euro um zwei bis 20 Prozent gekürzt, wie die Zeitung Kathimerini berichtet. Hinzu kommt, dass das traditionelle Urlaubsgeld für Rentner gestrichen wird. Auf diese Weise will die Regierung 4,5 Milliarden Euro allein über Rentenkürzungen einsparen.

Weitere 1,3 Milliarden Euro sollen im Gesundheitswesen eingespart werden, 500 Millionen im Verteidigungswesen und 750 Millionen über die Kürzung lokaler Zuschüsse. Regierungsquellen zufolge sei es Mittwochnacht aufgrund von geplanten Kürzungen der Sozialleistungen und Leistungen an Menschen mit Behinderung zu Einwänden gegen das Sparpaket gekommen. Die Demokratische Linke hatte bereits zuvor angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Regierung im Fall von Sozialleistungskürzungen einzustellen (mehr hier). Das gesamte Paket soll allerdings, Finanzminister Yannis Stournaras zufolge, bis zur kommenden Woche fertig sein, denn dann steht der Besuch der Troika an.

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Kommentare

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    • martin sagt:

      Guten Abend liebe Leute,
      hat denn noch wirklich keiner von euch begriffen das was bei den Griechen heute passiert, bei uns schon lange Standard ist ? Renteneintritt wird immer höher gelegt bei gleichzeitig sinkenden Altersruhebezügen ! Krankenversicherung immer teurer bei weiter sinkenden Leistungen ! Strom/Wasser/Gas/Abfall immer wieder teurer bei sinkenden Leistungen ? Da kann ich nur noch nette Grüsse an die Bilderberger loswerden. Eure Zeit bricht gerade an, nur weiter so ! Wir werden uns persönlich um jeden einzelnen von euch kümmern in einer Art und Weise wie ihr sie verdient !

    • Holger Lippert sagt:

      …mit einem Stumpfsinn ohnegleichen gehen Samaras und seine Zuchtmeister immer mehr dem Abgrund entgegen: Empoerend, wie Rest-Europa sein Sorgenkind behandelt –
      allen voran unsere sonst so tüchtige ”M”….

    • Alfons sagt:

      Vor Einführung des Euro und den immensen Transferzahlungen gab es dort keine “Rentner”.
      Diese Staaten waren so arm und die Leistungsfähigkeit ihrer Bewohner so gering, dass es keine Sozialsysteme gab.
      Erst die irren Zwangszahlungen der deuten Bevölkerung und wahnwitzige Kredite ermöglichten diese sog. “Sozialsysteme”.

    • J.J.Rousseau sagt:

      Und das lassen die Menschen zu, nur weil sie ihren Gottern – Bankster – Konzerne und Kaufpolitiker – dienen.

    • armer Mann sagt:

      und es wird immer noch nicht reichen,weil Griechenland nicht wettbewebsfähig ist und Korruption bis ins kleinste Loch sich gefressen hat. Das kriegt man aus den Köpfen der Menschen nicht mehr raus.